Red Bull: Stratos als erfolgreiche Crossmedia-Kampagne

Marketing | 7 Kommentare | von Claudia Hilker

Welche Kampagne setzt in 2012 neue Maßstäbe? Das Stratos Projekt ist auf jeden Fall eine herausragende Kampagne. Damit ist es Red Bull gelungen, die Messlatte höher zu legen. Felix Baumgartners Sprung aus der Stratosphäre sichert Sponsor Red Bull einen festen Platz in der Werbe-Geschichte. Das Praxis-Beispiel zeigt, dass Unternehmen mit einer einzigartigen Marketing-Strategie und exklusiver Content-Strategie mit Social-Media-Marketing große Erfolge erzielen können.

Mediales Großereignis

Erfolgskamagne Red Bull

(c) Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Red Bull inszeniert den Stratosphären-Sprung crossmedial. Auf allen Kanälen war der Erfolg der Kampagne sichtbar. Zur mitreißenden Idee kommt noch eine Prise Größenwahn hinzu. Genau das ist der Stoff, aus dem erfolgreiche Storys geschneidert sind. Damit liefert Red Bull ein Musterbeispiel für Image-Sponsoring mit positivem ROI (Return-on-Investment). Wer das erreichen will, muss Digital Marketing ganzheitlich und innovativ mit Social Media denken – das ist Red Bull beispielhaft gelungen.

Der Sprung in die Geschichte

Baumgartners Überschallsprung war eine gigantische Werbeaktion für Red Bull. Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner hat den Rekordsprung aus 36.576 Metern gewagt und damit einige Welt-Rekorde gebrochen. Red Bull Stratos war live dabei und hat daraus eine riesige Erfolgsstory für das eigene Unternehmen kreiert – eine Glanzleistung im Marketing.

100 Millionen Werbewirkung

Die Kampagne hat einen gigantischen PR-Wert erzielt. Mehr als acht Millionen Zuschauer hatte der Youtube-Livestream. Die geschätzte Werbewirkung liegt bei 100 Millionen Euro. Dies war – und ist immer noch online – Gesprächsthema: Über Stunden lief die Übertragung und fast immer war Red Bull im Bild zu sehen.

Digitales Marketing

Die Projekt-Homepage zeigte den Livestream und exzellent aufbereitete Hintergrundinformationen, die leicht via Social Media geteilt werden konnten. Hervorragend auch die Einbindung von Facebook und Twitter: Zuschauer konnten Fragen zum Missionsverlauf stellen und den gesamten Verlauf online kommentieren.

Virale Effekte

Die immer noch steigende Anzahl an Views, Likes, Shares und Tweets beweist die Faszination dieser Kampagne. Der virale Effekt kreierte viele Mitmach- und Nachmach-Videos auf Youtube.

Querdenken als „Game changer“

Redbull zeigt mit der Kampagne Querdenker-Qualitäten als „Game changer.“ Bei Red Bull entscheidet kein Gremium, sondern der Firmeninhaber Dietrich Mateschitz über die Werbung. Vielleicht ist das auch ein Erfolgsfaktor für die Kampagne. Denn bei vielen anderen Unternehmen beobachte ich, dass innovative Ideen in der Marktforschung dementiert oder mutige Pläne aufgrund von Ängsten in der Firmenspitze verworfen werden. Am Ende sind alle großartigen Ideen zerredet.

Hintergrund: Red Bull Story

Mateschitz gründete Red Bull1984. Er war bei einem Besuch in Hongkong auf die Energie-Getränke aufmerksam geworden, die in Asien sehr beliebt waren. Er feilte am Produkt und brachte den Red Bull Energy Drink 1987 in Österreich auf den Markt. Dies war die Markteinführung eines völlig neuen Produkts. Inzwischen ist Red Bull in über 160 Ländern erhältlich. Laut Red Bull Website wurden seit 1987 ungefähr 30 Milliarden Dosen Red Bull konsumiert. Ca. 8.300 Angestellte arbeiten für Red Bull. Das Headquarter liegt in Fuschl am See bei Salzburg in Österreich.

Was können Unternehmen von Red Bull lernen?

Social-Media-Marketing erfordert eine veränderte Denkweise. Mut zur Umsetzung einzigartiger Ideen ist erforderlich. Nicht jedes Unternehmen und nicht jeder Marketer eignen sich dafür.

1. Red Bull verwendet keine langweilige Produktwerbung, sondern eine einzigartige Content-Strategie, die auf exklusive Inhalte und spannende Themen setzt.

2. Red Bull verfolgt im Online-Marketing einen crossmedialen Ansatz, der die Marke zielgerichtet im  Extremsport und Event platziert – das sorgt für Stimmigkeit, Authentizität und Glaubwürdigkeit.

3. Red Bull arbeitet nicht mit dem Push-Prinzip, sondern mit interaktiver Kommunikation und fördert das persönliche Engagement der Menschen durch Social-Media-Marketing.

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