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Digital Leadership: 10 Tipps zur Führung virtueller Teams im Home Office

Die Corona Krise erfordert das Arbeiten im Home-Office für Führungskräfte und Teams. Wie gelingt das am besten? Lesen Sie einige Tipps für Digital Leadership und funktionierende virtuelle Teams.

Digital Leadership für virtuelle Teams

Wenn sich virtuelle Teams, wie jetzt in der Corona-Lage, von heute auf morgen bilden müssen, dann kann das zu Problemen führen. Eine Gruppe von fachlich äußerst kompetenten Teammitgliedern trifft unter der Leitung einer fachlich äußerst kompetenten Führungskraft virtuell aufeinander und soll nun via technologischer Kooperationstechniken – falls diese überhaupt in ausreichendem Maße und qualitativ adäquat vorhanden sind – erfolgreich zusammenarbeiten, Höchstleistungen erbringen und alle Ziele in kürzester Zeit erreichen. Was hier wie ein perfekt ausgeheckter Plan klingt, wird zerstört durch viele Untersuchungen und Statistiken. Sie belegen: Viele virtuelle Teams – laut einer Untersuchung der Telekom zirka 70 Prozent aller virtuellen Teams – scheitern. Es gilt die Gründe dafür zu sehen.

Warum scheitern virtuelle Teams zu 70 Prozent?

Die Antwort auf diese Frage ist komplex, denn es gibt viele Fallen. Die Hauptursachen für ein Scheitern bestehen aus folgenden Punkten, die sich aber mit guter Planung vermeiden lassen:

  1. Wenig persönliche Kontakte: Tiefes Vertrauen, die Grundlage für funktionierende Teams, baut sich in persönlichen Kontakten auf und nicht rein digital.
  2. Fehlende gemeinsame Regeln: Jedes funktionierende Team besitzt ein Set von gemeinsamen Regeln, nach denen sich zwischenmenschliche Interaktionen und Kooperationen abspielen und die sich zumeist im Zusammenspiel vor Ort herausbilden. Diese Zeit haben virtuelle Teams nicht.
  3. Konflikte auf Distanz: Aufgrund der räumlichen Distanz werden Konflikte in virtuellen Teams meist erst erkannt, wenn es schon zu spät ist und Teammitglieder das Arbeiten einstellen oder gar das Team verlassen.
  4. Fehlende oder falsche Führung: Virtuelle Teams führen sich nicht von selbst. Sie benötigen einen strukturierten, aber wenig kontrollastigen Führungsstil.
  5. Kulturelle Missverständnisse: Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine nationale Kultur, also zwei Länder, um eine unternehmensbezogene (zwei Unternehmen) oder um eine funktionale Kultur (zum Beispiel Marketing oder Buchhaltung) handelt: Kulturelle Unterschiede existieren und müssen offen thematisiert werden.
Claudia Hilker_Digital Leadership

Zehn Tipps für Digital Leadership: Team-Performance statt virtuelle Einzelkämpfer

Wünschen Sie sich ein Team, das auch über die räumliche Entfernung selbstverantwortlich, motiviert und lösungsorientiert zusammenarbeitet?

  1. Orientierung geben: Geben Sie Ihrem Team-Mitgliedern Klarheit über Zuständigkeiten und Prozesse, gemeinsame Regeln und Routinen.
  2. Vertrauensvolle Atmosphäre virtuell gestalten: Erzeugen Sie ein Gefühl von Nähe und Gemeinsamkeit auch im virtuellen Raum. Sorgen Sie interaktive Dialoge und gute Beziehungen im Telefonkontakt und in Videokonferenzen.
  3. Meetings souverän steuern: Gestalten Sie Ihre Online-Meetings zielorientiert, kompetent und konzentriert mit einer Agenda, Moderation und Zeitplan.
  4. Authentisch führen: Bauen Sie bei Bedarf Ihre Kompetenzen aus, um auch schwierige Themen im Team anzusprechen und Worte in kritischen Gesprächssituationen zu finden.
  5. Bewusst führen: Verlassen Sie sich nur auf Ihren Status in der Hierarchie. Setzen Sie die Stärken Ihrer Führung gewinnbringend in der Praxis ein. Das geht auch in der Online Führung.
  6. Kontakt halten: Regelmäßige Telefon- oder Video-Konferenzen über digitale Projektmanagement Tools wie Slack helfen beim stetigen Austausch zu den Aufgaben. Auch Gespräche fernab von Projektthemen sind sinnvoll, zum Beispiel ein gemeinsames Mittagessen per Skype.
  7. Verbindliche Regeln aufstellen: Die Arbeit im Home Office ist zwar freier als im Büro, aber trotzdem sollten Abläufe, die das Team betreffen klar geregelt sein. Wann sind Abgabe-Termine für Aufgaben? Wann gibt es Meetings? Wie oft muss es Zwischenmeldungen zu Projekten geben?
  8. Feedback und Lob aussprechen: Keiner sollte einfach so vor sich hin arbeiten. Auch Erfolge müssen weiter gefeiert werden und es sollte Lob und Feedback zu abgeschlossenen Aufgaben geben. Wichtig ist, dass dies in erster Linie vom Digital Leader ausgeht, aber auch von den Mitarbeitern untereinander kommt – gerade bei projektbezogenen Aufgaben.
  9. Vertrauen schenken: Das Vertrauen in die Führungskraft und die Teammitglieder muss gegeben sein. Im Home Office hat jeder mehr Freiheiten, teilt sich die Zeit anders ein, macht vielleicht mal länger Mittagspause als sonst.
  10. Team Werte definieren: Alle Seiten müssen Vertrauen haben, dass Aufgaben erledigt werden. Das heißt, jeder muss gewissenhaft seine Arbeit erledigen und der Digital Leader muss loslassen können und Kontrolle abgeben. Dazu ist es hilfreich, die gemeinsame Werte zu definieren.

Führungskräfte Training für Digital Leadership zur virtuellen Teamführung

Virtuelle Teams sind kein einfacher Prozess und in ener Krisenlage nicht mal eben umzusetzen. Doch gerade dann ist es existentiell, dass virtuelle Teams und die Führung auf Distanz funktionieren. Wir coachen und trainieren Sie gerne zu digitalen Kompetenzen wie Digital Leadership.

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