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Ziele und Nutzen der Online-PR mit Social Media und Newsroom

Wie gelingt Online-PR? Der Beitrag gibt einen Überblick über Ziele und Nutzen der Online-PR. Pressearbeit ist verbraucherorientiert und Online-PR liegt im Nutzen vor Fachzeitschriften und Tageszeitungen, weil die Meldungen online aktueller sind und  Hintergrundinfos wie Videos haben.

Fünf Ziele, die mit Online-PR erreicht werden

  1. Neukundengewinnung: Über die Pressemitteilungen werden wichtige Informationen vermittelt, die beim Leser Interesse für Ihr Unternehmen wecken. So stellt jeder Leser einen potentiellen Kunden da.
  2. Informationsvermittlung: Jede gute Pressemitteilung enthält wichtige Neuigkeiten über Prozesse, Produkte und Entscheidungen Ihres Unternehmens. Sie übermitteln Wissen und steigern somit den Mehrwert für den Leser.
  3. Ausbau der Aufmerksamkeit: Über die Online-PR erzielen Sie eine viel höhere Reichweite und rücken somit in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit, als in den Printmedien.
  4. Kostensparend: Die Verbreitung von Online-Pressemitteilungen ist viel günstiger, als bei der klassischen PR-Meldung. Über Emailverteiler und kostenlose Presseportale im Internet kann die Meldung schnell und mit einem Klick in Umlauf gebracht werden.
  5. Reputationsmanagement: Neben der PR-Abteilung machen Sie auch Gewinn im Marketing. Über weiterführende Links, die der Online-PR leicht zugänglich sind, vernetzen Sie Ihre Unternehmenswebsite, ihr Corporate Blog und erzielen somit eine höhere Trefferquote in den Suchmaschinen. Neben den Informationen trägt Online-PR gleichzeitig Ihre Marke weiter.

Jede Art von Öffentlichkeitsarbeit zielt darauf ab, die eigene Marke nach vorne zu bringen und zu vernetzen. Und so kann auch Online-PR einen viel breiteren und größeren Markt erreichen, auf dem Ihr Bekanntheitsgrad erhöht wird und potentielle Kunden gewonnen werden können.

Besonderheiten der Online-PR

Anders als bei der klassischen PR wird die Pressmitteilung nicht einfach nur an die Journalisten verschickt, sondern kann vom Verfasser selbst auf bestimmten Plattformen veröffentlicht werden. Das Internet stellt dazu viele kostenlose Portale bereit. Dort erreicht die Pressemitteilung nicht nur Medienpartner, sondern auch direkt die Öffentlichkeit.

Welche Plattformen eignen für Online-PR?

  • Blogs: Auf diesen Websites können nicht nur Texte und Fachbeiträge gelesen werden, sondern es kann ein direkter Austausch zwischen Lesern und Autoren stattfinden. Blogs sind gut geeignet, um eine Community aufzubauen.
  • E-Newsletter: Damit erreichen Sie viele interessierte Abonnenten mit einem Klick. Diese erhalten alle wichtigen Infos im Überblick, was zur Kundenbindung und zur Neukundengewinnung beiträgt.
  • Microblogging: Mit Microblogging lassen sich Kurznachrichten schnell und mit großer Reichweite verbreiten. Microblogging-Dienste sind soziale Netzwerke, wie Twitter, durch die man die breite Öffentlichkeit oder gezielte Follower erreicht.
  • RSS-Feeds: Das sind Nachrichtendienste, die über RSS-Reader abonniert werden. Am besten eignen sich dabei PR-Meldungen und Blogbeiträge.
  • PR 2.0 mit Social Media News Release: Hierbei handelt es sich um ein spezielles Online-Format der PR-Mitteilung. Es richtet sich an Medienkontakte, Kunden und andere Interessierte. In Form von Videos, Fotos oder Podcasts werden diese Meldungen in sogenannten Newsrooms veröffentlicht.
  • Suchmaschinen: Suchmaschinen wie Google bilden das wichtigste Portal.  Sie geben dem Verfasser die Kontrolle über die Veröffentlichung. Anders als bei der klassischen PR entscheidet nicht der Journalist, was die Nutzer lesen, sondern die Nutzer können im Internet frei entscheiden, was sie wo lesen bzw. sehen wollen. Dazu braucht man nur das richtige Keyword. Sogar die Journalisten nutzen Suchmaschinen für die Themenfindung.

Online-PR hat sich als Instrument in der Unternehmenskommunikation bewährt. Eine Studie zur Online-PR von PR-Gateway hat gezeigt, dass etwa 73 Prozent der Presse-Infos sich bereits zu einer Online-Pressemitteilung gewandelt haben. Und mit der Fülle an Plattformen haben Sie im Web eine viel größere Reichweite, als in der normalen Presselandschaft, in der noch viel selektiert wird. Eine wichtige Plattform für Public Relations im Social Web bildet der Newsroom.

Was ist ein Newsroom?

Der Newsroom ist ein zentraler Faktor in der Online-PR. Dort werden Informationen und Inhalte gebündelt. Er fördert den Dialog zwischen dem Unternehmen und den Nutzern. Er vereint den Pressebereich, die Mediathek, das Blog sowie die Social Media auf einer Website. Man kann sich ein Dashboard vorstellen, an dem alle Streams für Online-PR zusammen kommen, ähnlich wie die sozialen Netzwerke in einem Blog. Ein Newsroom ist entweder in die Unternehmenswebsite integriert oder eine eigenständige Domain.

Warum muss ein Unternehmen einen Newsroom haben?

Es gibt sechs gute Gründe zur Nutzung eines Newsrooms:

  • Jeder hat Zugang: Nicht nur die Presse kann auf Newsrooms zugreifen, sondern auch die breite Öffentlichkeit. Seien es Kunden, Geschäftspartner, Investoren oder Mitarbeiter, jeder kann die aktuellen Meldungen sehen.
  • Der Workflow wird beschleunigt: Besonders Mitarbeiter können sich schnell und einfach über den Newsroom mit Neuigkeiten austauschen und sparen sich somit den langatmigen Weg über den Email-Verkehr.
  • Multiplikatoren werden unterstützt: Diese erwarten mittlerweile einen Newsroom bei einem Unternehmen. Sie wollen Inhalte schnell im Überblick haben und relevantes weiter verbreiten. Zudem lockt deren Aktivität wieder neue Multiplikatoren an.
  • Der Nutzer hat alles auf einen Blick: Ein Newsroom bietet Informationen über das Unternehmen, aktuelle Zahlen und Statistiken zu Branchenrelevanten Themen und eine Mehrfachnutzung der Inhalte. Die Themen sind nicht nur als Nachrichtenmeldungen vorzufinden, sondern können auch als Blogbeiträge oder Videos aufbereitet werden.
  • Vernetzung mit den Social Media: Über den Newsroom lässt sich ein Netzwerk mit anderen Plattformen herstellen. Das erleichtert die unabhängige Verbreitung der Inhalte, kreiert Communitys und vergrößert die Reichweite der PR-Arbeit.
  • Automatisierter News-Service: Ein guter Newsroom bietet einen News-Service. Darüber können die Leser die Neuigkeit direkt auf ihren PC oder ihr Handy erhalten und sind damit immer auf dem Laufenden.

Best Practice-Newsroom Coca Cola

Coca Cola hat einen preisgekrönten Newsroom. Neben zahlreichen Pressemitteilungen und Fakten über das Unternehmen, gibt es die Rubriken „Stories“, „Meinungen“ und „Blog“, die den Newsroom sehr aussagestark machen. Es kommen Experten und Persönlichkeiten zu Wort und interne sowie externe Blogbeiträge bringen Abwechslung in die Neuigkeiten. Überzeugen Sie sich selbst vom Coca Cola Newsroom „Coca Cola Journey“.

Best Practice-Newsroom Microsoft

Auch Microsoft spielt in Sachen Newsroom ganz weit oben mit. Dieser ist sehr übersichtlich und deckt alle klassischen Elemente ab. Die Frontpage zeigt die aktuellen Neuheiten und Pressemitteilungen sowie eine direkte Vernetzung zu den Social Media-Plattformen. Mit einem Klick in die obere Leiste kann man weiteres Pressematerial erhalten, Infos zu allen Microsoft Produkten einholen und die verschiedenen Blogs des Unternehmens erreichen. Über die Suchleiste oben rechts kann man auch konkrete Schlagwörter und Themen finden, ohne groß alle Seiten zu durchsuchen. Machen Sie sich selbst ein Bild vom Microsoft Newsroom. Der nächste Teil der Serie gibt tiefere Einblicke in die Welt der Online-PR in den Social Media und vergleicht den normalen PR-Manager mit dem Social Media-Manager.

Der PR-Wandel mit Social Media

In den letzten Jahren ist das Kommunikationsbedürfnis, nicht zuletzt durch das Internet, stark angestiegen. Die Öffentlichkeit ist kritischer geworden, hinterfragt vieles, was sich in den sozialen Netzwerken abspielt. Auch das Bewusstsein der Unternehmen verändert sich rapide und entwickelt sich entsprechend weiter. Allgemein bringt die voranschreitende Globalisierung höheren Bedarf nach interkultureller Kommunikation. Der Wandel wird anhand der Social Media sehr gut deutlich. So suchen Unternehmen heute keinen PR-Manager mehr, sondern einen Social Media-Manager.

PR-Manager müssen Beziehungen pflegen und im Umgang mit Journalisten genau wissen worauf es ankommt. Sie müssen über eine kreative Textkompetenz verfügen, journalistische Formate kennen und mit Begriffen, wie Storytelling umgehen. PR-Manager kümmern sich um Pressegespräche, nehmen selbst an Events und Konferenzen teil und wissen das Unternehmen nach außen zu präsentieren. Das ist das Profil, das den guten, alten PR-Experten auszeichnet. Aber die Zeiten ändern sich. Es reicht nicht mehr eine E-Mail durch den Verteiler zu jagen und hier und da einen Anruf zu tätigen, damit die Pressemitteilung in die Medien kommt. Doch die PR hat sich geändert. Verstärkte Vernetzung, always online und Medienwandel dominieren heute die PR. Der PR-Manager wird zum Social Media-Manager.

Der vernetzte PR- und Social-Media-Manager

Social Media-Manager haben ein etwas umfangreicheres Profil als der PR-Manager. Sie müssen sich nicht nur mit Facebook und Co. bestens auskennen, sondern auch zusätzlich eigene Communities und Netzwerke einrichten können. Sie müssen mit einer viel fortschrittlicheren Gruppe umgehen können, seien es Blogger oder Influencer. Der Social Media-Manager textet nicht nur für Menschen, sondern ebenso für Maschinen. Er betreut den Newsroom, erstellt Whitepaper, Video- und Audiobeiträge, hält Online-Meetings oder Webinare. Deswegen ist es essentiell, dass sich der Social Media-Manager mit Copyright, Keyword-Analysen und SEO-Strategien auskennt. Nur so kann er seine PR-Arbeit optimieren und zum Erfolg führen.

Wirkungsvolle Online-PR

Es gilt fünf Kriterien zu erfüllen, um im Bereich Online-PR erfolgreich zu sein:

  1. Suchmaschinenoptimierung: Die richtige Positionierung in den Suchmaschinen sorgt für eine dauerhafte und nachhaltige Reichweite. Um Ihre PR-Mitteilung möglichst weit oben zu platzieren, brauchen Sie die richtigen Keywords. Diese sollten themenrelevant ausgewählt werden und auf den qualifizierten Content der Mitteilung hinweisen. Suchmaschinen suchen das Internet permanent nach aktuellen Einträgen ab. Gut geschriebene Texte sind ein beliebtes Ziel, weil die Durchleuchtung nach Keywords viel einfacher funktioniert.
  2. Eine auffällige Betreffzeile: Die Betreffzeile ist für den Journalisten die Schlagzeile für den Zeitungsleser. Sie entscheidet, ob Ihre Mitteilung geöffnet wird oder gelöscht. Deshalb sollten Sie ihre Betreffzeile so wählen, dass sie den Journalist direkt anspricht und aus der Fülle an PR-Meldungen hervorsticht.
  3. Zitate einfügen: Zitate drücken persönliche Meinungen aus und geben Ihrer Mitteilung somit mehr Würze und Glaubwürdigkeit. Ein bis drei aussagekräftige Zitate mit richtiger Formatierung und Länge sind aus diesem Grund ein wichtiger Bestandteil von Pressemitteilungen.
  4. Mehrwert statt Werbung: Online-PR hat nichts mit klassischer Werbung zu tun. Reine Werbemitteilungen werden auf den Presseportalen auch nicht veröffentlicht. Achten Sie auf den Mehrwert für den Leser. Er möchte Neuigkeiten und Wissen aus Ihrer Pressemitteilung erhalten.
  5. Nachhaltige PR-Arbeit: Eine breite Streuung Ihrer PR-Mitteilung ist wünschenswert, wird aber nur dann effizient sein, wenn die Streuung nicht wahllos erfolgt. Ihre Öffentlichkeitsarbeit muss mit dem jeweils ausgewählten Medium kompatibel sein. Zudem ist es mit einer Meldung nicht getan. Bleiben Sie hartnäckig und fordern sie in regelmäßigen Abständen Feedback der Journalisten. Wie kam Ihre PR-Arbeit an? Neben den Pressemeldungen müssen also auch Anrufe getätigt und E-Mails geschrieben werden.Integrieren Sie diese Aspekte in Ihre alltägliche Pressearbeit und Ihre PR-Mitteilung bleibt im Gedächtnis der Journalisten und Leser hängen. Im vierten Teil der Serie zeige ich Ihnen, wie eine PR-Mitteilung 2.0 aussehen sollte.



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