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Share Economy: Teilen statt besitzen

Share Economy revolutioniert die Machtverhältnisse. Wissen besitzen statt Teilen war lange ein Trend. Wissen wurde lange als Machtmittel und Herrschaftsinstrument genutzt. Doch die Generation Y teilt. Der Begriff „Share Economy“ wurde von Harvard-Ökonom Martin Weitzman geprägt. Er besagt, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, umso mehr unter allen geteilt wird. In Social Media, und insbesondere seitdem es Leitthema auf der CeBIT-Messe ist, gewinnt Share Economy einen neuen Boom. Dabei werden Dinge geteilt, aber auch Wissen und Informationen.

Die Generation Y teilt

Vor allem bei den unter die 14- bis 29-Jährigen ist das Teilen beliebt: 25 Prozent nutzen es laut der Studie „Deutschland teilt“ – vor allem diejenigen mit höherer Bildung und höherem Einkommen. Sie werden oft Generation Y genannt, als Nachfolger der Babyboomer-Generation X. Mit den digitalen Medien aufgewachsen sind sie always online und gelten damit manchmal als Herausforderung für die Arbeitgeber. Sie wollen sie zunehmend neue Privilegien: Mehr Urlaub, mehr Flexibilität, mehr Freiheiten – und das teilt die Ökonomie des Teilens voran.

Stellenwert von Share Economy wächst

Der Begriff der Share Economy entstand, als die Generation Y gerade erst geboren wurde. In den 80er Jahren prägte der Harvard-Professor Martin Weitzmann den Begriff. Auch die Idee zum Tauschen und Teilen ist keine Erfindung der jungen Generation: Der erste Secondhand-Laden in Hamburg  öffnete seine Türen schon vor mehr als 40 Jahren.

Sharing Economy gewinnt immer mehr an Stellenwert. Share Economy: Teilen statt besitzen war mein erster Beitag zum Thema. Nun möchte ich in diesem Beitrag die aktuelle Entwicklung mit Praxisbeispielen näher beleuchten.

Share Economy will den Wohlstand erhöhen

Laut Wikipedia wurde der Begriff „Share Economy“ vom Harvard-Ökonomen Martin Weitzman geprägt. Er besagt, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird. Das Konzept gewinnt im Internet-Kontext immer mehr an Bedeutung, weil Inhalte zunehmend mit Web-2.0-Technologie geteilt werden.

85 Prozent der Internetnutzer wollen Teilen

„Sharing Economy“ verbreitet sich rasant. Einige Studien gibt es zum Konzept, z.B. die Studie “Sharity: Die Zukunft des Teilens” vom Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) und eine Bitkom-Studie. Eines ihrer Ergebnisse ist, dass 85 Prozent der Internetnutzer dem Teilen gegenüber aufgeschlossen sind.

Menschen teilen Autos, Bohrmaschinen und Wohnung

Sharing Economy hat viele Lebensbereiche erfasst. Mit AirBnB kann man ein Zimmer weltweit in fast jeder Stadt buchen. Autos kann man über RelayRides vermieten. Statt Taxi kann mit Apps wie Lyft oder Sidecar in Autos von Privatleuten steigen. Bei Zilok.com kann man Nachbarn finden, die Geräte wie Bohrmaschine billig vermieten. In einigen USA-Metropolen kann man sich über City Dog Share sogar einen Hund teilen. Über Lending Club kann man Kredit vergeben oder erhalten. Die Website Feastly vermittelt Hobbyköche, bei denen man sich günstig kulinarisch verwöhnen kann.

Differenzierung vonnöten

Ein Problem ist, dass unter dem Begriff „Sharing“ aktuell vieles vermischt wird, was differenziert werden müsste. So unterscheidet sich beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Dingen (Geräte und Autos) von einem ebenfalls wachsenden Trend, den man mit „Mieten statt Besitzen“ bezeichnen könnte. Während beim Sharing-Ansatz Privatnutzer ihre Besitztümer oder Dienstleistungen anbieten, mischen beim „Mieten-statt-Besitzen“-Trend durchaus auch große Unternehmen wie die Deutsche Bahn mit, um Nutzern günstig Autos, Fahrräder oder ähnliches zu vermieten. Bei dieser Vermischung werden Personen mit privater Motivation und Unternehmen mit Profit-Orientierung in einen Topf geschmissen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trend weiter entwickelt. Möglicherweise wird er sich auf einem der Bereiche fokussieren. Und auch die Frage, wie der Staat an diesem Trend mitverdienen kann, wird sicherlich noch von Finanz- und Steuer-Experten untersucht.

Teilen in Social Media

Im Jahr 2009 wurde auf der „next09“-Konferenz wurde der Begriff Share Economy zunehmend auch für das Internet verwendet. Dabei meint Share Economy hier, dass Inhalte und Wissen nicht mehr ausschließlich durch den Empfänger konsumiert werden, sondern sie auch zu Distributoren werden. Es geht also um one-to-one (Artikel versenden per E-Mail), one-to-many (einen Artikel via Twitter oder Facebook teilen) oder ein many-to-many-Prozess (wenn viele mit vielen ihr Wissen teilen wie bei Wikipedia). Dieses Phänomen wurde bereits mit dem Begriff Wikinomics von Don Tapscott beschrieben. Share Economy gilt inzwischen als elementarer Web-2.0-Bestandteil und als wichtiger Trend für alle, die online Wissen erstellen und teilen.

Share Economy in der Wirtschaft

Beim Sharing nutzt man Gebrauchsgüter statt sie zu kaufen. Zum Beispiele zur Mobilität wie beim Carsharing oder auf Musikportalen wie Spotify, wo es um die zeitlich begrenzte Nutzung von Musikstücken geht. Auch bei Software setzt sich der Trend durch, wo es von umfassenden Paketen zu Teillösungen aus der Cloud geht. Offen sind Forderungen zur internationalen Nutzung. Bisher gibt es nur nationale Insellösungen, ohne Lösungen für die globalisierte Wirtschaft zu schaffen.

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