Skip to main content

Arbeit 4.0: Wie sieht das Arbeiten der Zukunft aus?

Wie wird sich die Arbeitswelt verändern? In der aktuellen Corona-Krise sagen viele Experten, die Wirtschaft wird nicht mehr so sein, wie vor der Krise. Die Digitalisierung könnte in Deutschland auch schon weiter sein, als sie ist. Dann hätten weniger Unternehmen aktuell Probleme aufs Home Office umzusteigen oder umfangreiches Online Business zu betreiben. Was greift von der digitalen Arbeit 4.0 schon heute und was kommt noch auf uns zu? Dieser Frage sind auch schon die Autoren des Buches „Future Work“ in den letzten Jahren nachgegangen. Alison Maitland und Peter Thompson haben für ihre Untersuchungen über 360 Manager weltweit befragt, wie diese sich die Zukunft der Arbeit, der Arbeitszeit und des Arbeitsplatzes vorstellen.

Revolution der Arbeitswelt bis 2030

Arbeit 4.0 in der Arbeitswelt 2030Viele Zukunftsforscher erwarten eine regelrechte Revolution: Angestellte sollen selbst entscheiden, wann und wo sie arbeiten. Büros werden zu Treffpunkten für Besprechungen. Gezahlt wird für Ergebnisse und nicht für Anwesenheit. Und was meinen die Unternehmer dazu? Etwa 90 Prozent glauben, dass ihre Mitarbeiter produktiver sind, wenn sie ihre Arbeit selbst organisieren. Mehr als 80 Prozent glauben, dass sich neue Arbeitsformen positiv auf ihr Unternehmen auswirken würden.

„Das wird nicht überall gelten und auch nicht auf einmal passieren. Aber natürlich gibt es bereits viele Unternehmen, die ihre Einstellung zu Arbeit und zur Organisation verändern“, sagt Maitland, Co-Autorin des Buches „Future Work“. Damit gewinnen Unternehmen mehr Flexibilität, mehr Produktivität, motivierte Mitarbeiter und geringere Kosten. Es gibt bereits viele Beispiele, die das beweisen. „Wenn man über Best-Practice-Beispiele spricht, darf man nicht vergessen, dass diese Unternehmen noch nicht am Ziel sind – sie sind auf einem guten Weg dahin“.

Arbeit 4.0 mit mobilen Arbeitsplätzen

Dennoch gibt es bereits viele Unternehmen, bei denen der 9 to 5 Job nicht mehr existiert. Bei der Deutschen Telekom haben schon tausende Vertriebsmitarbeiter keinen Arbeitsplatz mehr im Konzern, weil es nicht mehr nötig ist, denn viele Arbeiten können zuhause wesentlich produktiver erledigt werden. Es gibt so viele Orte, an denen man arbeiten kann – insofern die Arbeit überall und zu jeder Zeit erledigt werden kann.

Studien über die neue Arbeitswelt 2030

Über die letzten Jahre gab es viele Studien, die das zeigen, was sich jetzt in der aktuellen Krisenlage verschärft hat.  Wissensnetzwerken und  IT- und Telekommunikationsbranche (ITK-Branche) sind entscheidend, wenn es um funktionierende virtuelle Teams und effektives Home Office geht. Es braucht eine gute technische Ausstattung und da muss in Innovationen investiert werden. Innovationen sind entscheidende Werttreiber für die Wirtschaft. Dafür benötigt man junge, hochqualifizierte Mitarbeiter. Deren hohe Ansprüche an ihre Tätigkeit und ihr Arbeitsumfeld irritieren immer häufiger Unternehmen. Für sie verliert das Ideal der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung immer mehr Faszination. Ihre Werte liegen in freien, autonomen und sinnvollen Arbeitsweisen.

Die Arbeit 4.0 braucht High Potentials

Unternehmen müssen sich aufgrund des Mangels an ‘High Potentials’ mit den Trends der neuen Arbeitswelt auseinander setzen. Denn wenn sich immer häufiger Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer bewerben, dann müssen sich Unternehmen künftig damit befassen, sich auf die neuen Bedürfnisse der jungen, hochqualifizierten Arbeitnehmer einzustellen. Die Digital Natives (ab 1980 Geborene) sind der Turbo für Innovationen. Sie leben in den digitalen Welten – darauf müssen sich zukunftsfähige Arbeitgeber einstellen. Sie müssen ihre Arbeitsumfelder anpassen, um Mitarbeiter, die Innovationen schaffen, langfristig gewinnen und binden zu können, unabhängig davon, ob diese sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder als Freelancer arbeiten.

Fünf Trends für die Arbeitswelt 2030

Für die Entwicklung von Innovationen brauchen Unternehmen also den passenden Mix aus persönlicher und virtueller Begegnung mit den richtigen Rahmenbedingungen. Die digitale Welt von morgen arbeitet beispielsweise mit Co-Working, in denen Mitarbeiter zeitlich befristet  zusammen arbeiten. Was sind dabei die Trends?

1. Beschleunigung: Die Schnelligkeit drückt sich in vielen Aspekten aus, z.B. digitale Netzwerke, wie Twitter oder Facebook, informieren über Geschehnisse bevor es klassische Medien tun.
2. Wettbewerb um Wissen: Wissen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und findet sich in den Menschen wieder. Diese Menschen gilt es für das eigene Unternehmen zu finden und zu binden.
3. Subjektivierung der Arbeit: Hieraus resultiert die Sinnsuche. Wichige Mitarbeiter fragen sich, „Warum tue ich das eigentlich?“ Die Affinität für diese Themen werden in den wissensintensiven Berufen immer stärker: „Ich lebe nicht, um zu arbeiten, sondern: ich arbeite, um zu leben.“
4. Volatile Arbeitgeberwahl: Menschen reflektieren ihren eigenen Wert und können sich ihre Jobs aussuchen. Im Kontext der soziodemographischen Entwicklung, aus der eine zunehmende Verknappung hochqualifizierter Beschäftigter resultiert, haben sie es noch leichter.
5. Freiberufler dominieren: Freiberufler sind genau die Mitarbeiter, die die Wirtschaft benötigt. Seit 1994 hat sich der gesamtwirtschaftliche Anteil der Freiberufler verdoppelt.

Fazit: Die Arbeitswelt 2030 hat heute schon angefangen und wird durch Krisenlagen, wie die Corona-Krise noch verschärft. Es braucht ein starkes Zusammenspiel, aus technischen Lösungen, virtueller Teamarbeit und Digital Leadership. Wir begleiten Sie gerne schon heute in die Arbeitswelt der Zukunft und unterstützen Sie bei Ihrer Digital Strategie. Schreiben Sie und einfach eine E-Mail.



Ähnliche Beiträge