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Wie der Fertighaus-Verband die Digitalisierung in der Baubranche meistert

Best-Practice Interview mit Christoph Windscheif zur Fragestellung: Wie meistert der Fertighaus-Verband den Wandel zur Digitalisierung? Wie fördert man das Geschäftsmodell „Fertighaus“ in ein digitales Geschäftsmodell? Wie nutzt man die Plattform-Ökonomie für die Baubranche zum Wachstum?

Erfahren Sie die Herausforderungen und Lösungen für die Praxis von Christoph Windscheif, MarketingLeiter des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau zur digitalen Transformation einer bodenständigen Branche, die die Digitalisierung mit Plattform-Ökonomie als Treiber für Wachstum erfolgreich nutzt.

1 Was war der Auslöser für die Fokussierung auf digitale Medien?

2016 hat der Bundesverband Deutscher Fertigbau damit begonnen, seine digitalen Marketingaktivitäten zu verstärken. Insbesondere sollten die fünf Musterhaus-Ausstellungen, die der Verband unter der Dachmarke „FertighausWelt“ betreibt, eine wettbewerbsfähige Onlinepräsenz erhalten.

Daraus folgte die Entscheidung des Branchenverbundes von 50 führenden Fertighaus-Herstellern, eine gemeinsame Internetplattform www.fertighauswelt.de zu etablieren. Foto: Christoph Windscheif, MarketingLeiter des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau

2 Welche Herausforderungen mussten Sie in der Digitalisierung meistern?

In der digitalen Transformation wollen wir als Verband der Lotse für die Fertigbau-Branche sein. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau ist die Interessenvertretung der Hersteller von Häusern in Holzfertigbauweise. Alle diese Unternehmen stehen miteinander im Wettbewerb um Bauinteressenten. Dennoch haben sie alle die gleichen Ziele, nämlich das Image des Fertighauses positiv aufzuladen und seinen Marktanteil insgesamt zu steigern.

Um diese Ziele zu erreichen, musste der Verband zunächst eine gemeinsame Dachkommunikation schaffen, die von allen Mitgliedern geteilt wird. Wir arbeiten seit langem an einer zeitgemäßen Wahrnehmung des Begriffs „Fertighaus“, die der hohen Qualität des Produktes entspricht. Fertighäuser sind individuelle Eigenheime, die High-Tech mit ökologischem Anspruch verbinden, die energieeffizient und werthaltig sind. Dieses Bild vom Fertighaus, das Interessenten in den Musterhaus-Ausstellungen schon lange besichtigen können, galt es in digitale Kanäle zu verlängern.

3 Wie haben Sie eine Lösung für diese Aufgabe geschaffen?

Unser Motto ist gemeinsam machen. Der Verband denkt Konzepte vor, die Mehrwerte für alle Mitglieder bieten – und lädt dann auch alle Mitglieder dazu ein, sich an der Umsetzung zu beteiligen. So ist die Idee entstanden, analog zur Plattformstrategie, eine herstellerübergreifende Basis für die Leadgenerierung der Fertigbaubranche zu schaffen.

Nun gibt es die B2B-Website Fertigbau.de als Informationsplattform für Politik, Medien und Partner, und die neue B2C-Website FertighausWelt.de für die Endkunden-Ansprache zur Leadgenerierung. Dazu haben wir in einem Workshop mit unseren Mitgliedern unter Leitung von Dr. Claudia Hilker eine Plattformstrategie mit Personas, Content Marketing und Social Media Marketing zur Leadgewinnung entwickelt.

4 Wie ist das Ergebnis?

Im Ergebnis haben wir mit der Website Fertighauswelt.de ein Online-Angebot für Hausbauinteressenten mit hoher Reichweite geschaffen. Auf Fertighauswelt.de kann man Traumhäuser und die passenden Hausbaupartner nach eigenen Kriterien suchen. Wir steigern damit kontinuierlich die Sichtbarkeit der Dachmarke und gewinnen viele Leads, die wir an unsere Mitglieder weiterleiten können.

Diese Form der Leadgenerierung passiert unabhängig von den etablierten Hausbauportalen, spart Budget für Suchmaschinenwerbung und ist ausschließlich am Interesse der Nutzer orientiert. So erzielen wir als Verband gemeinsames Wachstum der gesamten Branche, ohne in den Wettbewerb unserer Mitglieder einzugreifen.

5 Wie geht es jetzt weiter?

Der Verband wird den Weg der Digitalisierung fortsetzen. Nachdem die Reichweite der Plattform fertighauswelt.de in der Aufbauphase überwiegend durch Werbung gesteigert wurde, erlaubt uns die Social Media Strategie, neue Nutzer anzusprechen und organisch zu wachsen. Das soll mit interessanten Stories zum Thema Hausbau und durch eine Wiedererkennbarkeit der Marke FertighausWelt über alle Kommunikationskanäle hinweg nachhaltig erreicht werden.

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