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Facebook Ads: Grundlagen, Fehler und Praxis-Tipps

Facebook Ads eignen sich als Werbemaßnahme für beinahe jedes Unternehmen. Ihr größter Vorteil ist die detailgenaue Zielgruppenauswahl. Dazu können Werbende das umfangreiche Datenmaterial nutzen, das Facebook über seine User sammelt. Somit steht dir als Grundlage für deine gezielte Werbung ein ungewöhnlich großer Datenpool zur Verfügung.

Dieser Beitrag beschäftigt sich damit, wie mit Facebook Ads, unter Millionen von angemeldeten Nutzern, eine detailgenaue Zielgruppenansprache gelingt.

Was sind Facebook Ads?

‚Ads‘ ist die Kurzform von ‚Advertorials‘ – somit handelt es sich bei Facebook Ads um Werbeanzeigen auf dieser Social-Media-Plattform. Für das Schalten von Werbung stellt Facebook ein spezielles Tool zur Verfügung, den Werbeanzeigenmanager. Damit wird die Gestaltung und Veröffentlichung von Facebook Ads vereinfacht. Der Manager bespielt nicht nur Facebook selbst, auch auf dem zugehörigen Messenger und Instagram kannst du damit deine Anzeigen posten.

Welche Ziele verfolgen Facebook Ads?

Werbung auf Facebook dient meist dazu,
potenzielle Neukunden zu erreichen. Die Anzeigen können User aufmerksam machen,
die den Werbeträger bisher noch nicht kannten. Mit Hilfe von Push-Marketing
sollen Facebook Ads die Zielgruppe inspirieren und Bedürfnisse wecken.

Hier erreichen Unternehmen ganz neue Zielgruppen, die sie bisher noch nicht angesprochen haben. Facebook bietet dafür zahlreiche Targeting-Möglichkeiten. Denn die Plattform weiß sehr viel über die Nutzer und stellt dieses Wissen in den Dienst der Werbekunden. Aus dem umfangreichen Datenpool kannst du als Werbender einen sehr fokussierten Nutzerkreis ansprechen, den du nach spezifischen Merkmalen oder Interessen detailliert auswählst. Somit erhöht sich einerseits die Reichweite um ein Vielfaches, andererseits lässt sich die Reichweite so auch gezielter steuern, um von den hohen Nutzerzahlen der Social Media zu profitieren.

Ziele von Facebook Ads auswerten und flexibel anpassen

Ein weiterer Vorteil von Facebook Ads ist die zeitnahe Kontrolle über deren Erfolg. Diese ermöglicht beispielsweise das Austesten neuer Zielgruppen. Bereits nach kurzer Zeit kannst du deine Strategie entsprechend der Ergebnisse ändern und die Kampagne noch besser auf einen bestimmten Kundenkreis ausrichten.

Grundsätzlich kannst du mit Facebook Ads folgende Ziele erreichen:

  • Mehr User auf die eigene Webseite
    leiten
  • Conversions auf der eigenen
    Webseite steigern
  • Eigene Beiträge bewerben
  • Die eigene Seite hervorheben
  • Die Installationen der eigenen App
    steigern
  • Die Interaktion in der eigenen App
    erhöhen
  • Teilnehmer für eine Veranstaltung
    gewinnen
  • User animieren, ein Angebot in
    Anspruch zu nehmen
  • Videoaufrufe erhalten

Betrachtet man Facebook Ads aus der Perspektive der Customer Journey, kannst du mit deinen Kampagnen-Zielen auf drei Ebenen ansetzen:

Die Awareness Phase: Hier geht es darum, die Reichweite zu steigern und die Markenbekanntheit zu verbreitern.

Die Consideration Phase: An dieser Stelle geht es um Leadgenerierung und Interaktion mit den Usern. Das Endziel besteht im Aufbau langfristig loyaler Kundenkontakte.

Die Conversion Phase: An diesem Punkt kann es beispielsweise um Newsletter-Abonnements gehen. Endziel ist der konkret getätigte Verkauf.

Adressaten von Facebook Ads eingrenzen

Facebook ermöglicht dir, die einzelnen Ziele sehr fokussiert anzupeilen. Neben der Auswahl eines passenden Anzeigenformates geht das durch gezielte Auswahl der anzusprechenden Nutzer. Wähle beispielsweise User mit bestimmten Interessen aus oder adressiere die Leser deines Blogs. Der Werbeanzeigenmanager eröffnet sehr detaillierte Auswahlmöglichkeiten. Du kannst beispielsweise auch alle Personen zur Zielgruppe erklären, die sich eines deiner Videos bis zu Ende angeschaut haben. Sowohl die Ziele selbst als auch die Nutzer, die du damit erreichen möchtest, sind selten so explizit planbar wie bei Facebook Ads.

Kriterien, nach denen Zielgruppen eingegrenzt werden:

  • Geographisch: Grenze das Einzugsgebiet ein.
  • Demographisch: Wähle Alter, Geschlecht, Ausbildung oder ähnliche Merkmale aus.
  • Interessengebiete: Suche Nutzer mit bestimmten Interessen oder Aktivitäten aus. Oder filtere nach vergebenen Likes.
  • Nutzerverhalten: Konzentriere dich auf User mit bestimmten Reisevorlieben oder beispielsweise auf iPhone-Besitzer.
  • Verbindungen: Filtere nach Fans deiner Seite oder nach Veranstaltungen und Beiträgen.

Das Targeting lässt sich sogar noch verfeinern, wenn du deine Zielgruppe in eine dieser drei Kategorien einordnen und dementsprechend adressierst:

  1. Core Audience: Definition der Zielgruppe mit Datenmaterial, das Facebook seinen Werbekunden zur Verfügung stellt. Die Informationen werden beispielsweise gesammelt, wenn ein User sich mit Facebook auf anderen Plattformen einlogged.
  2. Custom Audience: Nutze die von Facebook zur Verfügung gestellten Daten und kombiniere diese mit eigenen Informationen. Das Analyse-Tool Facebook Pixel kannst du beispielsweise dafür verwenden, die Besucher deiner Website gezielt mit Facebook Ads anzuvisieren.
  3. Lookalike Audience: Der Facebook-Algorithmus kann auf Basis deiner Custom Audience statistische Zwillinge erstellen. So findest du Nutzer, die deiner Zielgruppe zu einem bestimmten Prozentsatz ähneln. Dabei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um potenzielle Neukunden.

So gestaltest du deine Facebook Ads

Der erste Schritt beim Ausarbeiten einer Werbekampagne ist immer die Festlegung eines Zieles. Das ist auch beim Werbeanzeigenmanager von Facebook so. Die Kampagnenziele sind hier in drei Kategorien unterteilt:

Hilker Consulting: Kampagnenziele Facebook-Ads

Ist ein geeignetes Kampagnenziel gefunden, geht es an die Gestaltung der Werbebotschaft. Facebook stellt dir eine große Vielfalt an Anzeigenformaten zur Verfügung. Neben der klassischen Text-Bild-Kombination gibt es Link Ads, Video Ads, Karussell Ads, Slideshows oder Lead Ads, um nur einige zu nennen. Das Format lässt sich also sehr präzise auf das Kampagnenziel beziehungsweise auf eine gezielte Stelle der Customer Journey abstimmen. Selbstverständlich lassen sich verschiedene Formate auch miteinander kombinieren.

Wo soll die Facebook Ad erscheinen?

Für die Platzierung der Anzeigen gibt es auf
Facebook im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

  • Mobiler Newsfeed: Diese Platzierung verspricht eine besonders hohe Reichweite, weil das User-Verhalten in diesem Bereich sehr klickfreudig ist.
  • Desktop-Newsfeed: Bei dieser Platzierung ist die Kaufbereitschaft höher, als auf dem mobilen Endgerät. So kannst du die Kosten pro Conversion entsprechend geringer halten.
  • Rechte Spalte Newsfeed: An dieser Stelle erreichst du mit deiner Werbeanzeige die geringste Aufmerksamkeit. Erfahrungsgemäß liegt die rechte Seite des Newsfeeds nämlich gar nicht mehr im Wahrnehmungsbereich der Besucher.

Weitere Platzierungsmöglichkeiten für Facebook Ads:

  • Instagram Feed: Die Nutzer der Instagram App sehen die Anzeige.
  • Instagram Explore: Wer ein bestimmtes Foto oder Video anklickt, sieht die Anzeige.
  • Facebook Marketplace: Die Anzeige erscheint auf der Marketplace-Startseite.
  • Facebook Videofeed: Die Anzeige ist auf Facebook Watch und im News Feed zu sehen.
  • Messenger Postfach: Die Anzeige ist auf der Messenger Startseite platziert.

Wer wirbt mit Facebook Ads?

Aufgrund der breit gefächerten Beliebtheit von
Facebook ist die Plattform mit ihrer enormen Reichweite in allen Bereichen
werbewirksam. Mehr als 30 Millionen angemeldete Nutzer sind sowohl für B2C als
auch für B2B attraktiv. Denn bei Facebook agieren die User nicht nur privat,
sondern auch im beruflichen Kontext. Es existiert also eigentlich keine
Zielgruppe, die nicht zumindest teilweise auf Facebook aktiv ist.

Grundsätzlich kann jede Firma mit Facebook Ads Nachfrage generieren, Daten sammeln oder sonstige Marketing-Aktivitäten unternehmen. Wer solche Anzeigen in seine Werbestrategie integriert, wird darüber hinaus schnell feststellen, dass die Preise im Vergleich zu Kanälen wie Printmedien durchaus attraktiv sind. Die Frage müsste also eher lauten: Wer wirbt nicht mit Facebook Ads? Denn Werbeanzeigen auf der Plattform lohnen sich praktisch für jedes Unternehmen.

Tipps und Tricks für Facebook Ads

Facebook Ads haben unzählige Features zu bieten, die du für deinen Werbeerfolg einsetzen kannst. Hier drei Beispiele:

  1. Umfragen: Wenn du deine Anzeige in der Instagram Story platzierst, kannst du die User direkt fragen, ob ihnen ein Element gefällt. Mit einer Ja/Nein Auswahl geben diese ihr Voting ab. Eine gute Testmöglichkeit um herauszufinden, ob beispielsweise ein neues Produkt funktionieren kann.
  2. Kommentare: Es kann dir nichts Besseres passieren, als dass User mit Kommentaren auf deine Anzeige reagieren. Trete in direkten Kontakt, indem du auf diese Kommentare antwortest. Eine solche Interaktion mit Interessenten bringt deiner Anzeige positive Aufmerksamkeit.
  3. Geteilte Stories: Noch besser ist es, wenn Nutzer deine Story mit Freunden teilen. Das erhöht die Reichweite ganz enorm. Versuche, die User zum Teilen zu animieren, indem du in einer Story Personen markierst. Denn dadurch werden diese Personen erst in die Lage versetzt, deine Story teilen zu können. So werden die Markierten im besten Fall zu Multiplikatoren deiner Botschaft.

Last but not least – Vermeide diese Fehler:

  • Ungeduld: Wenn du auf Neukunden zugehst, ist eine offensive Taktik meist nicht zielführend. Eine neue Zielgruppe muss man sich erarbeiten, wenn es um ein neues Produkt geht, muss die Nachfrage erst einmal geweckt werden. Schließlich macht man beim ersten Date ja auch nicht gleich einen Heiratsantrag, deshalb wird das allzu offensive Vorgehen bei der Neukunden-Akquise auch salopp ‚Marry on the first Date‘ genannt.
  • Zu viel auf einmal: Weil mit Facebook Ads so unglaublich viele Nutzer angesprochen werden können, neigen manche Werber zu einer sehr umfangreich gefassten Zielgruppe. Grenze die anzusprechende Personen-Gruppe lieber so ein, dass möglichst viele tatsächliche Interessenten darunter sind.
  • Inkonsequenz: Wenn du eine Anzeige geschaltet hast, darfst du nicht davon ausgehen, dass diese zum Selbstläufer wird. Bleibe also konsequent dran, kontrolliere den Erfolg der Anzeige und optimiere an allen Stellschrauben, die dir zur Verfügung stehen.

Fazit: Facebook Ads bieten viele kosengünstige Möglichkeiten die Reichweite in dem Netzwerk auszubauen und so neue Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Dabei braucht es eine zielgerichtete Strategie und etwas Geduld. Wir helfen dir gerne bei deiner Facebook-Strategie. Schreibe uns gerne eine E-Mail.



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